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3 Gründe für ein Grundeinkommen in Deutschland

Das Grundeinkommen ermöglicht allen Personen, unabhängig von ihrem Alter, ihrem Gesundheitszustand und ihrem beruflichen Status ein menschenwürdiges Dasein. Gerade in der heutigen Zeit, wo es für eine wachsende Anzahl von Personen immer schwieriger wird, eine Arbeit zu finden, die das Existenzminimum sichert, erscheint die Einführung des Grundeinkommens dringender denn je geboten. Gegner des Grundeinkommens argumentieren gern, dass es die Menschen träge machen würde und dass sie dann nicht mehr arbeiten gehen.

Für die meisten Menschen ist es jedoch ein Grundbedürfnis zu arbeiten, etwas zu leisten und dafür anerkannt zu werden. So wird sich niemand auf der faulen Haut ausruhen, der es nicht bereits jetzt tut. Das Grundeinkommen soll lediglich das Existenzminimum sichern und kein Luxusleben ermöglichen. Wer letzteres oder einen gehobenen Lebensstandard anstrebt, dem wird auch nach der Einführung des Grundeinkommens nichts anders übrig bleiben, als zu arbeiten, sofern er nicht anderweitig zu Geld kommt. 1. Grundeinkommen macht Sozialleistungen überflüssig Viele Experten vertreten die Ansicht, dass ein Grundeinkommen in Höhe von etwa 1000 Euro pro Monat gezahlt werden sollte.

Für Kinder gilt ein anteiliges Grundeinkommen, das nach dem Alter differenziert wird. Alle Personen ab dem vollendeten 18. Lebensjahr sollen demnach 1000 Euro bekommen, unabhängig davon, ob sie einer Arbeit nachgehen, gerade arbeitslos sind, studieren, eine Ausbildung absolvieren, Rentner oder erwerbsunfähig sind. Finanziert werden soll das Grundeinkommen aus Steuergeldern. Laut Aussagen von Experten würde dies kein größeres Problem darstellen, da im Gegenzug alle anderen Sozialleistungen wegfallen. Es würde also weder Kindergeld, noch BAföG, Arbeitslosengeld, Hartz IV oder Erwerbsunfähigkeitsrente geben. Wie mit der Altersrente verfahren wird, müsste im konkreten Falle noch entschieden werden. Außerdem würde der bürokratische Aufwand entfallen, der mit dem Betrieb von Arbeitsämtern, Jobcentern oder Sozialämtern verbunden ist. Die Menschen wären angehalten, sich selbst um eine Arbeit zu bemühen, wie unsere IQ Erfahrungen zeigen.

Dies würde die Eigenverantwortung erheblich stärken. Außerdem bräuchte niemand mehr zu befürchten, dass er vom Arbeitsamt oder Jobcenter aus irgendeinem Grund sanktioniert wird. Das Grundeinkommen steht jedem zu und kann nicht gekürzt werden. Dies ist ein ganz wesentlicher Unterschied zu Hartz IV. 2. Grundeinkommen fördert das Ehrenamt Arbeit wird es immer geben und gibt es auch zurzeit genug. Das Problem ist nur, dass diese Arbeit oftmals schlecht bezahlt ist oder nur stundenweise ausgeübt werden kann. Dieses Problem beschränkt sich keinesfalls auf Tätigkeiten, die keine oder nur eine geringe Qualifikation voraussetzen. Im Gegenteil, immer mehr hochqualifizierte Tätigkeiten sind in den letzten Jahren weggefallen, werden nur noch befristet oder in Teilzeit ausgeübt. Wenn den betreffenden Personen zusätzlich zu ihrem Arbeitsentgelt ein fester monatlicher Betrag zustünde, würde dies ihre Situation spürbar verbessern und ihr Leben deutlich erleichtern. Arbeit heißt nicht immer, dass diese Arbeit auch bezahlt wird. Gerade im ehrenamtlichen Bereich leisten viele Personen unermessliches. Dies gilt auch für den privaten Bereich. Wie viele Personen erziehen Kinder oder pflegen Angehörige und erhalten dafür kaum Anerkennung und klagen zudem über ständigen Geldmangel. Dieses Problem kann durch die Einführung des Grundeinkommens beseitigt werden.

Gerade im sozialen Bereich gibt es sehr viele Tätigkeiten, für die dringend Interessierte gesucht werden. Viele Personen würden dies gern tun, können es aber nicht, da sie aus Geldmangel gezwungen sind, einer Tätigkeit nachzugehen, die ihnen zwar ein Auskommen sichert, aber weitgehend sinnentleert ist. 3. Grundeinkommen ermöglicht Weiterbildung und Flexibilität Nicht zuletzt die Tatsache, dass viele Personen durch die Einführung des Grundeinkommens die Möglichkeit hätten, sich beruflich noch einmal völlig neu zu orientieren und eine Aus- oder Weiterbildung zu beginnen, ist ein starkes Argument für das Grundeinkommen. Warum nicht im fortgeschrittenen Alter noch eine Ausbildung oder ein Studium beginnen, wenn die Voraussetzungen bezüglich der Qualifikation und der persönlichen Eignung erfüllt sind? Oftmals scheitert dieses Vorhaben am Geld, denn BAföG gibt es nur für junge Leute – von wenigen Ausnahmen abgesehen. Fazit: Die aufgeführten Argumente sollen keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Es sind nur einige Beispiele, was sich durch die Einführung des Grundeinkommens verändern könnte. Viele Menschen würden sich freier fühlen und Existenzängste dürften weitgehend der Vergangenheit angehören. Was sagen Sie zu der Idee des Grundeinkommens? Völliger Quatsch oder guter Ansatz? Finden Sie, dass Deutschland ein Grundeinkommen braucht? Oder werden dadurch manche Leute nur noch mehr zur Faulheit verführt?